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Thema: CO2Großtechnische Amoniak-Rauchgaswäsche ab 2012
Bis Ende 2009 will die Eon Energie in ihrem deutschen Kraftwerk Heyden zusammen mit der kanadischen Conselv Technologie eine Testanlage in Betrieb nehmen, die aus einem Rauchgasstrom von 20 000 m3/h, entsprechend einer elektrischen Leistung von 7 MW, CO2 auswaschen soll. Auf 16 000 m3/h (5,5 MWel) wird die zusammen mit der US-amerikanischen Fluor Corporation errichtete CO2-Rauchgaswäsche ausgelegt sein, die Anfang 2010 im Kraftwerk Wilhelmshaven starten soll. An unterschiedlichen Standorten der Eon und der Electrabel sowie mit verschiedenen Lösungsmitteln soll ab Mitte 2009 die Testanlage zur CO2-Rauchgaswäsche eingesetzt werden, die mit Hitachi Power Europe entwickelt wird. Für weitere Test und Demoanlagen hat Eon Kooperationen mit Mitsubishi Heavy Industries und mit Siemens vereinbart. Die Division Fossil Power Generation des Sektors Energy des Münchner Technologiekonzerns entwickelt dafür ein Verfahren, das auf dem Know-how der ehemaligen Höchst AG basiert.
Eine Pilotanlage wird 2009 im Kraftwerk Niederaußem in Betrieb gehen und verschiedene Waschflüssigkeiten der BASF erproben. Danach ist dort der Bau und Betrieb einer Demonstrationsanlage mit Abscheideraten von jährlich mehr als 100 000 t CO2 geplant. In Großbritannien bemüht sich RWE um Fördermittel der Regierung, um eine 250 MWel leistungsgroße CO2-Rauchgaswäsche am Steinkohlekraftwerk Tilbury 2014 in Betrieb nehmen zu können. Das Hauptziel der Entwicklung sei es, die durch die Wäsche verursachten Wirkungsgradverluste des Kraftwerks auf höchstens 10 % zu begrenzen, kündigt RWE an.
Autor: Jan Mühlstein (Teil 2)
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